So finden Sie die perfekte Wandverkleidung

Eine Wandverkleidung ist ein nicht tragendes Bauteil, das an einer Wand befestigt wird, wobei hierfür verschiedene Möglichkeiten existieren. So zum Beispiel das (vollflächige) Kleben oder das punktförmige Befestigen durch Schrauben, Nägel oder Klammern. Meist geschieht das direkt auf einer Unterkonstruktion beziehungsweise an der Wand. Zudem wird unterschieden zwischen der Wandverkleidung für außen und für innen. Diese Unterscheidung spielt im Bereich Wandverkleidung eine wichtige Rolle, weil hier verschiedene Materialien zum Einsatz kommen. Für Innenräume sind es oft Holzvertäfelungen, Gipskartons oder Fliesen.

Wandverkleidung Inspiration 1

Wandgestaltung in Steinoptik und Holz

Die Täfelung, im Grunde genommen eine hölzerne Wand- oder Deckenverkleidung, ist eine häufig gewählte Möglichkeit, einen Innenraum auszustatten. Sie dient einerseits als Raumschmuck, andererseits aber auch als Wärmedämmung oder zum Schutz der darunter befindlichen Schichten. Sie besteht im simpelsten Fall aus Holzbrettern, sogenannten Paneelen, die auf einer passenden Unterkonstruktion aus Latten oder Leisten befestigt werden. Aus ästhetischen Gründen sind deren Stoßkanten oftmals mit einer aufgesetzten Zierleiste versehen. Wer sich mehr Qualität erwartet, kann auf eine Wandverkleidung zurückgreifen, die als Rahmen-Füllungs-Konstruktion ausgeführt ist. Das Täfelwerk einer solchen Wand ist häufig durch Säulen, Pilaster oder Pfeiler vertikal gegliedert. Schon im Altertum wurden Täfelungen gebraucht, wofür bis zu 10 Meter breite Bretter auf Sockelfriesen positioniert und die Paneelen an den Deckenbalken mit Ziernägeln befestigt wurden. Über die Epochen der Renaissance und des Rokoko entwickelte sich die Technik der Wandverkleidung aus Holz immer weiter, indem Wand- und Tafelmalereien in Mode gerieten und die Verkleidung nicht selten mit Tapeten bespannt oder mit Tapisserien verhängt wurde.

Doch Renovierungen der Wand im Innenraum müssen nicht zwingend eine Verkleidung aus Holz nach sich ziehen. Ebenso populär ist die Steinoptik. Die hierfür genutzten Natursteine werden in Steinbrüchen gewonnen und anschließend an steinverarbeitende Betriebe geliefert, wo sie aufs Maß gesägt und wie gewünscht bearbeitet werden. Auf diese Weise kann zwar viel verändert und geformt werden, doch gewisse Unebenheiten, Einschlüsse und Farbunterschiede sind bei Natursteinen nicht zu vermeiden, was aber gerade den Reiz dieses Materials darstellt und ein Bürogebäude wirklich attraktiv machen kann. Wie die Steinoberfläche gestaltet wird, hängt von diversen Faktoren ab, wie zum Beispiel der Gesteinsfamilie, der Stärke des Materials, der Beschaffenheit einzelner Minerale im Gestein, dem Kundenwunsch und noch einigem mehr. Der Vorteil ist, dass Naturstein eine große Bandbreite an Oberflächengestaltungen und Farben bietet, die andere Kunstmaterialien nicht erreichen können. So können sie mit ähnlicher Optik verschiedenste technische Eigenschaften haben. Das ist der Grund, weshalb es oft schwerfällt, einen billigen Granit von einem hochwertigen zu unterscheiden. Zudem ist nach den Renovierungen auch die Pflege zu bedenken, so benötigen kalkhaltige Natursteine wie Tonschiefer oder Gneise eine andere Pflege als weniger säureempfindliche Exemplare, wodurch sie prädestiniert für die Anwendung in Innenräumen sind.

Eine Wandverkleidung aus Kunststein

Wer seine Wandgestaltung weder mit Holz noch mit Naturstein vornehmen will, aber trotzdem nicht auf Steinoptik verzichten möchte, sollte bei den Renovierungen Kunststein in Betracht ziehen. Hierbei tritt vor allem ein ökonomisches Denken in den Vordergrund, da die kreative Verwendung von Kunststein teure und übermäßig strapazierte Materialien in Steinoptik sinnvoll ersetzen kann. Der wohl größte Unterschied dieser Variante, verglichen mit Naturstein, ist der Preis. Mit einer Wandverkleidung aus diesem Material können verschiedenste Zonen im Bürogebäude ausgestattet werden. Es ist beispielsweise möglich, den ganzen Raum auszuschmücken oder sich nur auf bestimmte Zonen zu beschränken, um diese besonders hervorzuheben.
Doch abgesehen vom Preis bietet die künstliche Steinoptik noch weitere Vorteile. So lässt sich die Installation meist viel leichter bewältigen. Ähnlich wie Holz ist Kunststein sehr leicht, was bei Renovierungen hilfreich ist. Weiterhin können diverse Anpassungen durchgeführt werden, indem der Kunststein einfach mit üblichen Werkzeugen zugeschnitten wird. Zudem sind selbst Schrauben und Klebstoff ein häufiges Mittel, das diesbezüglich zum Einsatz kommt. Ein weiterer Vorteil der Wandverkleidung aus Kunststein ist die einheitliche Gestaltung. Sollten beispielsweise Brüche zwischen den einzelnen Steinen nicht erwünscht sein, kann ein günstiges Imitat in Form einer Paneele verwendet werden, um die Lücken zu füllen. Der einheitliche Look wird hierdurch garantiert und ist damit vor allem für Langzeitprojekte geeignet.
Eine künstliche Wandverkleidung in Steinoptik ist zudem pflegeleicht. Sie behält ihre eindrucksvolle Wirkung auch dann, wenn sie nicht aufwendig gereinigt wird. Für Unentschlossene gibt es die Wandgestaltung auch als Kombination aus Natur- und Kunststein. Zwar handelt es sich hierbei um eine Kompromisslösung, die aber trotzdem wirkungsvoll und ansehnlich sein kann. Meist sind die Paneele aus künstlichen Materialien gefertigt, während die Zierleisten aus Naturstein bestehen.
Wer ein Bürogebäude mit einer Wandverkleidung aus künstlichem Stein ausstatten will, spart bei dieser Variante am Preis. Dieser fällt im Vergleich so niedrig aus, weil Kunststein in großen Mengen auf industriellem Weg leicht und schnell produziert werden kann. Doch auch die Installation verläuft meist mühelos. Naturstein hingegen muss erst in bestimmten Regionen gewonnen und ins Zielland transportiert werden. Neben dem Preis spielt also auch der ökologische Aspekt eine wichtige Rolle.

Wandverkleidung Inspiration 2

Die Wandverkleidung aus Holz

Schon immer war Holz ein sehr beliebter Werk- und Baustoff und wird auch heutzutage noch gern eingesetzt. Eine hölzerne Wandgestaltung in einem Bürogebäude kann das Ziel vieler Renovierungen sein, weil sie nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch nützliche Vorteile bietet. Wandverkleidungen im Innenbereich können aus Altholz, Massivholz, Spaltholz, Rundholzscheiben oder einer Altholz-Nachbildung hergestellt werden. Das Massivholz bietet eine große Farbauswahl, sodass nicht nur das Gelbrot beziehungsweise Rotbraun der Kirsche zur Verfügung steht, sondern auch verschiedenste Nuancen der Eiche. Auf diese Weise lässt sich die Optik den persönlichen Vorlieben anpassen. Bei dunkleren Holzfarben ist zu beachten, dass diese nur in einem großen Bürogebäude sinnvoll sind, da sie den Raum optisch kleiner wirken lassen. Gleiches gilt für eine durchgängige Wandverkleidung.

Tipps für Renovierungen

In puncto Wandgestaltung ist bei Renovierungen einiges zu beachten. Sollten die Wände von Natur aus schwitzen, ist Holz zum Verkleiden der Wände problematisch. Verschwitzte Wände kommen zustande, indem die Außenwand nicht etwa aus Ziegeln, sondern aus Naturstein gefertigt ist. Weil dieser kein Wasser aufnehmen kann, besitzt er auch nicht die Möglichkeit, es wieder an die Umgebung abzusondern.
In solchen Fällen ist die Steinoptik im Bürogebäude also eine bessere Wahl. Wer die Holzverkleidung dennoch umsetzen möchte, sollte beachten, dass breite Spalten am unteren und oberen Abschluss der Verkleidung eingebaut werden und somit eine ausreichende Luftzirkulation gewährleisten. Ehe die Wandverkleidung aus Holz also angebracht wird, ist erst ein Unterbaugerüst einzurichten. Damit am Ende jedes Paneel auf der gleichen Höhe ist, kann eine Leiste am Boden zu Hilfe genommen werden. So lassen sich die Bretter dicht nebeneinander am Untergerüst mit Nägeln befestigen. Die Nägel werden später, sollte es sich um versenkbare Modelle handeln, nicht mehr zu erkennen sein. Insgesamt eignen sich Holzverkleidungen also wunderbar, um mit ihnen Innenräume auszustatten. Hinzu kommt, dass sie leicht zu montieren sind und eine harmonische Stimmung erzeugen. Solange also auf eine ausreichende Belüftung geachtet und somit das Holz vor Schimmelbefall geschützt wird, dürften keine Probleme entstehen.

Vorteile einer Wandverkleidung aus Holz

Wer die Wände in einem Innenraum hölzern gestalten möchte, hat grundsätzlich die Wahl zwischen sogenannten Paneelen und Profilhölzern. Während das Profilholz ein echtes Massivholz wie Eiche oder Fichte darstellt, sind Paneele eine Anfertigung aus MDF-Platten und zusätzlich um Furnier oder Kunststoff ergänzt. Letztere haben den klaren Vorteil, dass sie wegen ihrer zusätzlichen Beschichtung in ganz unterschiedlichen Mustern und Farben zu kaufen sind.
Nachteilig ist, dass sie nur schlecht verarbeitet werden können. Grund dafür sind die Kunststoffüberzüge, die bei Schraub- und Sägearbeiten leicht einreißen oder platzen können, was die neu gekauften Paneele schnell unansehnlich macht. Falls Profilhölzer aus massivem Naturholz keine künstliche Beschichtung besitzen, entstehen im Regelfall keine Probleme. Sie können sowohl unbehandelt als auch mit einer bearbeiteten Oberfläche gekauft und eingesetzt werden.
Wer ein unbehandeltes Profilholzbrett vorzuliegen hat, sollte es nachträglich imprägnieren, damit die Wandverkleidung beständiger und schmutzabweisender wird.
Die Kosten für eine Holzverkleidung können, ähnlich wie bei der Steinoptik, stark variieren. Ein wesentlicher Einfluss auf den Preis sind vor allen Dingen der Wert des genutzten Materials sowie die Maße der auszustattenden Wand. So können Dekorpaneele im Gegensatz zu oberflächenveredelten Profilhölzern günstiger erworben werden, für etwa 15 Euro je Quadratmeter. Bestehen Profilhölzer hingegen aus Fichte, Buche oder Eiche, liegt der Preis bereits bei bis zu 30 Euro je Quadratmeter. Wer es besonders edel mag und eine Innenwandverkleidung aus Mahagoni oder einem Kirschbaum bevorzugt, befindet sich preislich bei etwa 45 Euro je Quadratmeter.

Die Montage der Wandverkleidung

Ob Profilholz oder Paneel, beides wird mithilfe des sogenannten Nut-Feder-Systems montiert. Hierzu wird die Feder des ersten Brettes in die Nut des zweiten Brettes eingesteckt, sodass die so aneinandergefügten Bretter anschließend an der aus Dachlatten bestehenden Unterkonstruktion befestigt werden können. Das geschieht mittels verschiedener Verfahren: Während Profilhölzer eher genagelt oder geschraubt werden, erfolgt die Anbringung der Paneele in der Regel durch sogenannte Befestigungskrallen. Diese werden erst in der Nut fixiert und anschließend mit einem Nagel an der Dachlatte befestigt.
Die Montage der Unterkonstruktion für die Wandverkleidung erfolgt, indem einzelne Dachlatten in regelmäßigem Abstand von etwa 50 cm angebracht werden. Im Anschluss sind die einzelnen Holzbretter in senkrechter Position an der Unterkonstruktion zu befestigen, was eine äußerst sorgfältige und präzise Arbeitsweise unumgänglich macht.

Wandverkleidung Inspiration 3

Individuelle Wandverkleidungen in Steinoptik und mehr

Bei den Renovierungen eines Innenraums in einem Bürogebäude kommen verschiedene Faktoren zum Tragen. Zunächst einmal ist die Frage zu klären, welchen Eindruck der Raum vermitteln soll, woran unmittelbar die Wahl des Materials geknüpft ist. Grundsätzlich lässt sich die Unterscheidung machen, dass Holz im Vergleich zum Natur- oder Kunststein eine wärmere Atmosphäre schafft. Wenn es also darum geht, einen Innenraum zu kreieren, in dem sich Menschen vorrangig gut aufgehoben fühlen, ist die Holzverkleidung eine gute Wahl. Dem gegenüber steht die Steinoptik, die einerseits mit natürlichen und andererseits mit künstlichen Steinen umgesetzt werden kann. Damit hängt wiederum nicht nur das Aussehen, sondern auch die Qualität der Wandgestaltung zusammen. Haben die Renovierungen eine Wandverkleidung aus Stein zur Folge, entsteht in erster Linie ein Raum, der einen sehr massiven und edlen Eindruck macht. Seine Atmosphäre ist insgesamt etwas kühler, aber warm genug, um Menschen zum Wohlfühlen einzuladen.

Die nächste Frage, die im Zuge der Renovierungen geklärt werden muss, betrifft die Materialbeschaffung. Hier gibt es eine große Auswahl, die bei industriell produzierten Kunststeinen und -hölzern beginnt und bei natürlich gewonnenen Materialien endet. Grundsätzlich haben natürliche Hölzer und Steine eine faszinierende Wirkung, doch sind in der Anschaffung wesentlich teurer. In diesem Zusammenhang zeigt sich noch ein weiterer großer Vorteil: die Möglichkeit zur individuellen Anfertigung.
Gerade, wenn spezielle Pläne in Bezug auf die Wandverkleidung existieren, ist individuell angefertigte Ware oft besser als die industriellen Standardprodukte. Nicht nur, weil auf diese Weise Abmessungen eingehalten werden können, sondern auch, weil im Vorhinein eine klare Rücksprache und Beratung bezüglich der Wandgestaltung möglich ist. Vor allem, wenn nicht alle Wände in einem Raum verkleidet werden sollen, sondern nur Teile, zeigen sich die Vorteile der individuellen Anfertigung. Denn sowohl die Holz- als auch die Steinverkleidung kann direkt nach den persönlichen Vorstellungen und Wünschen gestaltet werden. Das ermöglicht im Hinblick auf das gesamte Projekt größtmögliche Flexibilität.

Die passende Wandgestaltung: Welche Wand passt zu welcher Einrichtung?

Welche Wandverkleidung gewählt werden soll, ist im besten Fall vor den Renovierungen zu klären. Nicht jeder Raum eignet sich für Stein- und Holzoptik gleichermaßen, schon gar nicht, wenn die Raumnutzung bedacht wird.
So können kleine Räume, die mit einer dunklen Holzverkleidung ausgestattet werden, sehr eng wirken und damit ein gewisses Unwohlsein vermitteln. In solchen Fällen wäre entweder die Wahl einer hellen Holzverkleidung oder aber einer Wandgestaltung in Steinoptik anzuraten. Wer es besonders ausgefallen mag, ist mit künstlichen Materialien besser beraten. Diese mögen sich zwar qualitativ von natürlichen Hölzern und Steinen unterscheiden, doch bieten gleichzeitig eine sehr breite Vielfalt an Oberflächengestaltungen.
Hierzu zählen nicht nur Farben, sondern auch allerlei Verzierungen, die mit natürlichen Materialien nicht möglich gewesen wären. Oftmals kommt es bei diesen zu Unebenheiten oder farblichen Unterschieden, die sich nicht mehr beheben lassen. Wer also Einheitlichkeit präferiert, ist mit Kunststein beziehungsweise Paneelen gut beraten. Insgesamt ist es sinnvoll, auch die Möbel an die Wandverkleidung anzupassen. So ergänzen sich eher dunkle Wände wunderbar mit hellen Möbeln und umgekehrt. Wer diese Ratschläge beherzigt, wird es schaffen, eine stimmige und harmonische Raumatmosphäre mithilfe einer Wandverkleidung aus Holz oder Stein herzustellen.

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